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Die Pfarrer, die in Seiffen gewirkt haben :
(Bis
(nach Neue sächs.
Kirchengalerie, Leipzig
1734 – 1772 – Christian Gottlieb Fritzsche, geb. 1699 als Sohn eines Hufschmieds in Herzberg, er besuchte die Fürstenschule in Grimma und studierte in Wittenberg, bevor er 1732 Substitut („Ersatzpfarrer“) in Dorfchemnitz wurde. Von 1734 bis zu seinem Tod am 9. Juni 1772 wirkte er als Pfarrer in Neuhausen. In seine Amtszeit fällt die Erbauung der Kirche in Deutschneudorf, in der bis heute ein Bild von ihm hängt. 1773 – 1810 – Gottfried Benjamin Flemming, geb. 1736 in Jüterbog als Sohn eines Ratsverwandten, 1766 Pfarrer in Rosenthal/Mark Brandenburg, 1772 in Neuhausen, gestorben 1810 in Neuhausen, während seiner Amtszeit erfolgt 1776 – 1779 der Bau unserer Kirche, Briefe aus seiner Feder zeigen ihn als gestandenen, rechtschaffenen Pfarrer, der aber sicher auch mitunter an die Grenzen seiner Kräfte kam, sein Sohn August Christian (1769 - 1844) wirkt als 1795 - 1811 als Substitut des Vaters in Neuhausen, 1811 - 14 als Pfarrer in Deutschneudorf, von 1814 bis zu seinem Tod in Clausnitz 1811 - 1831 Christian August Gottlob Vogel, geb. 1775 als Sohn des von 1771 - 1814 in Sayda amtierenden Pfarrers August Friedrich Vogel, 1801 Pfarrer in Deutschneudorf, 1811 - 1831 in Neuhausen, 1831 gestorben, die von ihm geführten Kirchenbücher in Deutschneudorf verraten ihn als einen für damalige Zeit doch sehr in die Zukunft denkenden Mann, der aber sicher auch seelsorgerliches Einfühlungsvermögen besaß. Sein Sohn Emil August wirkte von 1841 – 43 als Pfarrer in Bucha/Vogtl. ; 1833 - 37 Christian Ernst Terne, geb. 1802 als Pfarrerssohn in Benndorf bei Leipzig, Gymnasiast in Altenburg, wird 1830 Diakon in Neuhausen, 1833 erster Pfarrer von Seiffen, geht als Pfarrer nach Neuhausen, dort 1860 gestorben, wegen seiner guten, gewissenhaften Arbeit hochgeschätzt 1837 - 56 Karl Franz Theodor Leonhardt, geb. 1809 als Pfarrerssohn in Zethau, 1833 Vikar in Sayda, 1837 Pfarrer in Seiffen, 1856 - 1881 Pfarrer in Zöblitz, 1885 als Ruheständler in Freiberg gestorben, Anschaffung neuer Glocken 1849, seinem Schwiegersohn gehörte einige Zeit die Serpentinsteinfabrik in Zöblitz, dadurch ist uns von Pfr. Leonhardt bis heute ein Bild erhalten geblieben. 1857 - 65 Theodor Albert Hertel, geb. 1804 als Pfarrerssohn in Nemt, Gymnasium in Grimma, 1843 Diakonus in Radeberg, 1857 - 1865 Pfarrer in Seiffen, gestorben 1891 als Emeritus in Dresden, sein Sohn Adolf Julius Albert, teilweise in Seiffen aufgewachsen, wirkte als Pfarrer in Theuma und Großgrabe, sein Urenkel Martin Schmidt wirkte als bedeutender Kirchengeschichtsprofessor in Heidelberg am Neckar 1865 - 71 Heinrich Emil Meusel, geb. 1833 in Werbelin bei Delitzsch, sowohl sein Großvater als auch sein Vater waren Pfarrer. 1856 wurde Hilfsgeistlicher in Claußnitz, später in Dresden und 1862 Diaconus (2. Pfarrer) in Sayda. Von 1865 - 1871 wirkte er als Pfarrer in Seiffen, ab 1872 in Dörnthal und ab 1876 wieder in seiner 1. GemeindeClaußnitz/bei Rochlitz, wo er 1899 in den Ruhestand ging. 1922 ist er in Chemnitz gestorben. Sein 1871 in Seiffen geborener Sohn Heinrich Johannes Meusel wirkt von 1901 - 1939 als Pfarrer in Aue-Zelle 1872 - 75 Hermann Viktor Böttcher, geb. 1834 in Dresden als Sohn eines Gymnasialkonrektors geht er 1860 zunächst als Schuldirektor nach Roßwein, 1862 als Diaconus nach Olbernhau, bevor er 1872 Pfarrer in Seiffen wird. Nur drei Jahre währt seine Zeit hier. Dann geht er 1875 als Pfarrer nach Pretzschendorf, wo er 1898 in den Ruhestand tritt. 1905 ist er in Weinböhla gestorben. In den wenigen Jahren seiner Amtszeit in Seiffen gab es einschneidende Veränderungen: So gab er 1873 die mit dem Pfarramt bis dahin verbundene Landwirtschaft auf und ließ im Pfarrhaus einen ersten Konfirmandensaal einbauen. In der Kirche erfolgte während seiner Amtszeit der Einbau unserer heutigen Orgel, der Bau der Turmgalerie und die Dacheindeckung mit Schiefern. 1876 - 1892 Clemens Eduard Müller, geb. 1845 in Olbernhau als Sohn des von 1834 - 1881 in Olbernhau tätigen Pfarrers Karl Theodor Müller, 1858 - 1864 auf der Kreuzschule in Dresden, 1871 Lehrer in Hainichen, 1872 Diakonus bei seinem Vater in Olbernhau, 1876 Pfarrer in Seiffen, ging 1892 nach Schlettau, dort 1910 in den Ruhestand getreten, gestorben 1922 in Dresden-Strießen. 1892 - 1919 Hermann Gustav Härtel, geb. 1864 in Lichtenstein als Sohn eines Zimmermeisters. Seine in Kopie erhaltenen hervorragenden Schulzeugnisse lassen bis heute jeden Gymnasiasten neidisch werden. Er war als Grafenerzieher tätig und bejahte entschieden das Königtum in Sachsen., Sein mutiger Einsatz für die Spielzeugmacher (Neuorganisation des Vertriebs, Werbeausstellungen), ließ ihn zum Feind der Verleger werden. Während seiner Amtszeit begannen 1894 unsere Christvespern in der heutigen Form. Während des 1. Weltkrieges, als von fast allen Orgeln die großen Zinnpfeifen für Kriegszwecke abgegeben werden mussten, erklärte er den Behörden, dass die Orgel in Seiffen über keine Pfeifen aus Zinn verfüge, nachdem sie kurz zuvor mit einem Spezialanstrich versehen worden waren, der sie nicht mehr als solche erkennen ließ. Dadurch blieben sie vor der Vernichtung bewahrt. Seine beiden Söhne galten in Seiffen als echte, gar nicht zimperliche Jungen. Einer der beiden trug später entscheidend dazu bei, dass die Seiffener Kirchgemeinde einen Dienst-Trabant bekam. Härtel starb im August 1919 sehr plötzlich an Herzversagen, Seiffen blieb seine einzige Pfarrstelle - ein einmaliger Fakt in der bisherigen Geschichte der Seiffener Pfarrer.
1919 - 1921 Woldemar Arnold Ideler, geb. 1885 als Pfarrerssohn in Rehfelde/Brandenburg. 1913 war er Pfarrer in Leudorf/Südafrika. In Seiffen wurde er bekannt als Missionar, Reiter und Forstmann, er ging 1921 wieder in außersächsischen Dienst, wohl nach Brasilien.
1921 - 1957 Georg Haupt, geb. 1894 in Dresden als Sohn eines Bahnmeisters. Er wirkte ab 1919 als Prediger am Freiberger Dom und kam 1921 nach Seiffen. Er war bekannt als guter Sänger und wohl auch Prediger. Seine Aufzeichnungen über seine 1924 geborene Tochter Barbara („Kind Bärbel“) lassen das Leben im Seiffener Pfarrhaus in den 30er Jahren noch einmal lebendig werden. Schwierig bleiben seine Äußerungen zum 2. Weltkrieg. Schmunzelnd erzählen viele noch von den Apfelbäumen in seinem Garten. Nach schwerer Rheumaerkrankung ging er 1957 in den Ruhestand nach Technitz bei Döbeln. Er starb 1964.
1957 (Mai – September) Johannes Schmidt, geb. 1891 in Burgstädt als Sohn eines Postamtmanns, 1926 Marieney, 1932 Cainsdorf, später in Radebeul, während Haupts Krankheit als engagierter Altersvikar in Seiffen
1957 - 1989 Karl-Heinz Eger, geb. 1924 in Stolp/Pommern, vorher in Oberbobritzsch bei Freiberg, hat die Kirchenjubiläen und damit verbundene große Renovierungen 1959 und 1979 entscheidend mitgestaltet, großer Sammler von Fotos und Zeitungsberichten über Seiffen und als leiden-schaftlicher Fotograf wichtiger Chronist unserer Gemeinde, seit 1989 im Ruhestand
1989 - 1991 Eckehard Hinke (als Vakanzvertreter), geb. 1944 in Wallroda, seit 1971 Pfarrer in Heidersdorf, wichtiger Vermittler in der Wendezeit, 1995-2003 Superintendent in Flöha, seit 2003 im Ruhestand
1991 - 2005 Ekkehard Gläser, geb. 1945 in Schmorkau bei Königsbrück, ab 1971 in Dittmannsdorf und Gornau, in der 14jährigen Seiffener Amtszeit sehr starker Einsatz für den Religionsunterricht und in der Diakonie des Kirchenbezirkes Marienberg, seit 2005 im Ruhestand
seit 2005 Michael Harzer, geb. 1967 in Marienberg, vorher in Pobershau/Zöblitz und Flöha/Niederwiesa |
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